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Liebe in Zeiten der unendlichen Möglichkeiten

Wir leben in seltsamen Zeiten. Gott ist eine Frau (sagt Ariana Grande), Deutschland scheidet in der Vorrunde aus und Donald Trump hat in den letzten zwei Jahren mehr erreicht, als jeder amerikanische Präsident vor ihm (sagt Donald Trump). Vielleicht ist Gott auch tot. Das sagen KLAN in “Woran glaubst du?” – einem der prägnanten 13 Songs ihres Debütalbums “Wann hast du Zeit?”, das am 12.10.2018 erschienen ist. Es ist ein Album, das wieder Lust macht auf diese neue deutsche Popmusik, wie sie von den beiden Brüder aus Berlin kommt: groß, kraftvoll, klug und selbstbewusst.

“Wann hast du Zeit?”, eine der quälendsten Fragen der Generation gleich im Titel, macht klar: den beiden geht’s nicht um netten Wohlfühlpop. Es geht um Sinnsuche, um eine neue gesellschaftliche Verantwortung, um klare Meinungen und digitale Gefühle. Stefan und Michael fassen die großen Themen ihrer Generation auf Albumlänge zusammen und finden Worte und Melodien dafür: die jugendliche Melancholie in “Tropfen”, die Emanzipation von elterlichen und gesellschaftlichen Idealen in “Mama”, die Abkehr von der Liebe wie sie bisher war in “Lang lebe die Liebe”. Wo wir gerade von Liebe reden: es gibt nur ein einziges Liebeslied auf diesem Album. “Teilen” changiert zwischen urbanem und Northern Soul und ist mitnichten eine Ballade, sondern ein tanzbarer Popsong.

Die Dinge anders und besser zu machen ist ein durchgehendes Muster in KLANs musikalischer Arbeit. Sie fordern heraus, laden ein, wollen lebhaft diskutieren und dabei genauso viel Spaß haben – und zeigen sich damit als eine Band, die sich traut, im Jahr 2018 mehr Haltung zu zeigen als der Durchschnitt und weiter zu gehen als den einfachen Weg geradeaus. Da, wo zur Zeit durchaus ein wenig irrationale Teenage Angst ausbrechen könnte, bleiben KLAN kühl und klar, kritisch und ehrlich. Überhaupt ist “Wann hast du Zeit?” ein Album, das trotz der ernsten Themen nie schwerfällig oder bedrückend wird, sondern dabei immer die Leichtfüßigkeit behält.

Verantwortlich dafür sind das musikalische Gespür für gutes Songwriting von KLAN und die Tatsache, dass sich die Brüder in ihren Fähigkeiten so gut ergänzen: aus jedem der selbst geschriebenen Tracks klingen die Persönlichkeiten der Künstler durch – Michael als Sänger und Texter mit direkter Sprache und feinem Witz und Stefan als Produzent und Gitarrist mit genreübergreifender Vielseitigkeit. Weiteren Charakter hat Produzent Tim Tautorat der Platte eingebracht, der schon bei Bands wie AnnenMayKantereit oder The Kooks für Griffigkeit und markanten Sound verantwortlich zeichnete. Für den letzten Schliff holte das Duo schließlich die Berliner Feeling Valencia ins Boot, die sonst in der elektronischen Musik zu Hause sind.

Ein eklektischer Mix an Stilen also, mit dem es KLAN geschafft haben, einen sehr modernen und dennoch zeitlosen Klang zu erschaffen. Mit Songs, die heute ein Hit sein können – und morgen vielleicht schon ein Klassiker.

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